Johannes Reitmeier (Regie)

Johannes Reitmeier wurde 1962 in Bad Kötzting geboren. Er studierte Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Bayerische Literaturgeschichte in München. Nach der Magisterprüfung war er als Lehrbeauftragter für Operndarstellung an der Hochschule für Musik und Theater München und als Volontär in der Pressestelle der Bayerischen Staatsoper tätig.

Es folgten mehrere Jahre als freiberuflicher Regisseur mit Inszenierungen u.a. am Südostbayerischen Städtetheater, an den Theatern Coburg, Hof, Trier, Ingolstadt, Hildesheim, Regensburg, den Opernfestspielen in Heidenheim und Zwingenberg und am Bayerischen Staatsschauspiel.

1991 wurde er mit dem Kulturpreis Bayerischer Wald, später mit dem Kulturförderpreis Ostbayern und dem Kulturpreis des Bayerischen Waldvereins sowie 2007 mit dem Waldschmidtpreis und 2008 mit dem Nordgaupreis ausgezeichnet.

Ab 1996 leitete Johannes Reitmeier das Südostbayerische Städtetheater, von 2002 bis 2012 war er Intendant am Pfalztheater Kaiserslautern. Im Jahr 2006 wurde ihm auch die Leitung der Kreuzgangspiele Feuchtwangen für mehrere Jahre übertragen.

Bei zahlreichen Laienspielproduktionen übernahm er bereits Textbearbeitung und Regie, z. B. bei der Landshuter Hochzeit, den Agnes-Bernauer-Spielen Straubing oder der Tirschenreuther Passion. Ebenso fungierte er bei zahlreichen Produktionen der Festspielgemeinschaft Kötzting und des Lichtenegger Bundes Rimbach als Autor und Regisseur und war Mitinitiator der Waldfestspiele und des Konzepts “Klassiker auf Bayerisch”.
Seit der Saison 2012/13 bestimmt Johannes Reitmeier als neuer Intendant in Innsbruck die Geschicke des Landestheaters Tirol.

Barbara Kerscher (Text)

BarbaraKerscher

Barbara Kerscher wuchs in Bad Kötzting im Bayerischen Wald auf und sammelte bereits als Kind erste Bühnenerfahrung bei der Festspielgemeinschaft Kötzting. Nach ihrem Abitur absolvierte sie ein Jahrespraktikum in den Bereichen Regie und Dramaturgie am Südostbayerischen Städtetheater (jetzt Landestheater Niederbayern) in den Sparten Schauspiel und Musiktheater. Im Folgejahr war sie dort weiterverpflichtet als Regieassistentin sowie Inspizientin. Auch während ihres Studiums der Schauspieldramaturgie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München war sie mehrfach als Regieassistentin engagiert, neben dem Südostbayerischen Städtetheater auch am Prinzregententheater München.

Nach Erlangen des Diploms 2008 arbeitete sie zwei Jahre als Regieassistentin, Inspizientin und Abendspielleiterin am Theater Ingolstadt. Zur Spielzeit 2010/11 wechselte sie in derselben Position ans Pfalztheater Kaiserslautern, wo sie darüber hinaus in der Produktion „Astutuli“ als Darstellerin mitwirkte sowie die Produktion „Tannöd“ als Dramaturgin betreute.

Nach zweijähriger freier Tätigkeit als Produktionsassistentin, Regieassistentin und Spielstättenleiterin - u.a. an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim, bei den Luisenburg-Festspielen in Wunsiedel und beim Internationalen Theaterfestival „Theater der Welt“ in Mannheim - trat sie im Sommer 2014 ihre Stelle als Assistentin des Generalintendanten am Theater Münster an.

Seit mehreren Jahren hat Barbara Kerscher bereits die Redaktion der Programmhefte für die Waldfestspiele inne. Für „Das Haus der Bernarda“ erarbeitete sie gemeinsam mit Johannes Reitmeier zum ersten Mal eine Dialektfassung eines Theaterklassikers. Mittlerweile hat sich das Autorenduo bewährt: Es folgten die Dialektfassung des „Schinderhannes“, und nun als bereits dritte erfolgreiche Gemeinschaftsarbeit der „Sommernachtstraum“.

Antje Adamson (Kostüme)

Antje Adamson studierte bei Prof. Dirk von Bodisco an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg Mode-Textil-Kostümdesign mit Schwerpunkt Kostümdesign. Anschließend arbeitete sie als Kostümmalerin an der Hamburgischen Staatsoper und als Kostümassistentin an der Oper Bonn. Als Kostümbildnerin lernte sie am Südostbayerischen Städtetheater (jetzt Landestheater Niederbayern) Johannes Reitmeier kennen. Seither arbeitet Antje Adamson immer wieder bei bedeutenden Inszenierungen von Johannes Reitmeier mit ihm zusammen. Unter anderem gestaltet sie Kostüme für das Pfalztheater Kaiserslautern oder das Stadttheater Passau.

Bereits seit 1998 ist sie hauptverantwortlich für die Kostüme bei den Waldfestspielen Bad Kötzting. Ihre Kostüme haben immer einen bedeutenden Anteil am Erfolg der Waldfestspiele. „Der bairische Jedermann“, „Der Weiberstreik“, „Macbeth“, „Der Faust“ sowie „Die Bettleroper“ tragen ihre Handschrift, und auch in diesem Jahr zeichnet sie wieder für die Gestaltung der Kostüme verantwortlich.

Roger E. Boggasch (Musik und Dialogregie)

Roger Boggasch ist leider viel zu früh verstorben. Er war ein treuer Wegbegleiter und das ganze Ensemble vermisst ihn und seine unkonventionelle, liebenswürdig ironische Art, und seine große Theaterleidenschaft, mit der er alle begeistert hat.

Roger, Du fehlst uns!

Roger E. Boggasch studierte Dirigieren an der UdK Berlin. Nach dem Studium war der gebürtige Berliner als 1. Kapellmeister und Generalmusikdirektor an verschiedenen deutschen Bühnen tätig. Zu den von ihm dirigierten Orchestern gehören u.a. die Nürnberger Symphoniker, die Brandenburger Symphoniker, das Orchester des Nationaltheaters Prag sowie die Nürnberger Philharmoniker. Mit den Hofer Symphonikern verband Roger Boggasch viele Jahre eine regelmäßige, sehr erfolgreiche Konzerttätigkeit. Neben dem Dirigieren galt seine Liebe auch dem Sprechtheater. Diese eher seltene Kombination machte ihn zu einem in den verschiedensten Bereichen gefragten Künstler. Als Komponist und Arrangeur konnte der vielseitige Künstler mit seinem Musical „Nostradamus”, dem „Amberger Welttheater“ und der bayerischen „Bettleroper“ auf sich aufmerksam machen. Aus seiner Feder stammen neben unzähligen Schauspielmusiken für Festspiele und Theater auch zahlreiche Kompositionen für Cross-over-Projekte wie „Amadeus rockt“. Ab der Spielzeit 2012/13 war Roger Boggasch an der Seite von Johannes Reitmeier Operndirektor am Tiroler Landestheater Innsbruck. Er begleitete viele Produktionen der Festspielgemeinschaft, wie den „Weiberstreik“ oder „Macbeth“ und verhalf ihr insbesondere mit seinen musikalischen Adaptionen von Songs der 20er-Jahre für die „Bettleroper“ zu einem riesigen Erfolg.